Medikamentöse Therapie von Hauttumoren

Neben operativen Therapieverfahren kann der Einsatz von örtlich anzuwendenden oder systemisch zu verabreichenden Medikamenten (als Tablette, Subkutanspritze oder Infusion) sinnvoll und hilfreich sein. Insbesondere bei der Therapie des malignen Melanoms und des Basalzellkarzinoms haben sich in jüngster Vergangenheit ganz neue therapeutische Optionen eröffnet.

Zum ersten Mal stehen auch für Patienten mit fortgeschrittenen Melanom- und Basalzellkarzinomerkrankungen systemische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, für die im Rahmen von großen Zulassungsstudien ein signifikantes Ansprechen gezeigt werden konnte.

Heller Hautkrebs (Basalzellkarzinome und spinozelluläre Karzinome): U.a.: 

  • Photodynamische Therapie mit photosensibilisierenden Substanzen
  • Örtliche Anwendung von immunmodulierenden oder chemotherapeutischen Substanzen
  • Einsatz von sog. Hedgehog-Pathway-Inhibitoren (Vismodegib = Erivedge®) zur Behandlung lokal fortgeschrittener oder metastasierter Basalzellkarzinome

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom):

  • Adjuvante und semi-adjuvante Therapie mit Interferon-alpha
  • Bei Vorliegen einer BRAF-V600 – Mutation: Spezifische Therapie mit einem sog. BRAF-Inhibitor (z.B. Vemurafenib= Zelboraf®; Dabrafenib = Tafinlar®) in Kombination mit einem MEK-Inhibitor (Trametinib = Mekinist®)
  • Bei Vorliegen einer c-kit-Mutation: Spefizische Therapie mit Tyrosin-Kinase-Inhibitoren (z.B. Imatinib = Glivec®)
  • Intravenöse Therapie mit CTLA-4 Antikörper: Ipilimumab (Yervoy®).
  • intravenöse Therapie mit  PD-1-Antikörpern Pembrolizumab = Keytruda® und Nivolumab = Opdivo®
  • Chemotherapie in Tablettenform mit Temozolomid (Temodal®).